Was ist eine Lungenentzündung?
Eine Lungenentzündung, medizinisch Pneumonie, ist eine Entzündung des Lungengewebes. Betroffen sind meist die Lungenbläschen, also die feinen Hohlräume, in denen der Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut übertritt. Füllen sich diese Bläschen mit Entzündungsflüssigkeit und Abwehrzellen, funktioniert der Gasaustausch nicht mehr richtig. Der Körper bekommt weniger Sauerstoff, und die Atmung wird anstrengender. Genau daraus entstehen die typischen Beschwerden: Atemnot, schnelle Atmung und ein starkes Krankheitsgefühl.
Fachleute unterscheiden danach, wo die Erkrankung entstanden ist. Die ambulant erworbene Pneumonie entwickelt sich im Alltag, außerhalb einer Klinik. Sie ist die häufigste Form und zählt zu den Infektionskrankheiten, die in Deutschland am häufigsten zu einer Krankenhausbehandlung führen. Davon abgegrenzt wird die im Krankenhaus erworbene Pneumonie, die frühestens zwei Tage nach der Aufnahme auftritt. Sie verläuft oft schwerer, weil andere und teils unempfindlichere Erreger beteiligt sind.
Eine zweite Unterscheidung betrifft das Beschwerdebild. Die klassische Form beginnt plötzlich mit hohem Fieber und Husten mit Auswurf. Daneben gibt es Verläufe, die schleichender einsetzen und eher mit trockenem Husten, Kopf- und Gliederschmerzen einhergehen. Beide Formen können schwer verlaufen. Vom Beschwerdebild allein lässt sich weder der Erreger noch der Schweregrad sicher ableiten. Diese Einschätzung gehört in ärztliche Hände.
Ursachen und Risikofaktoren
Ausgelöst wird eine Lungenentzündung durch Krankheitserreger, die in die tiefen Atemwege gelangen. Am häufigsten sind das:
- Bakterien: Pneumokokken sind der häufigste bakterielle Auslöser einer ambulant erworbenen Pneumonie. Auch Haemophilus influenzae, Mykoplasmen, Legionellen oder Staphylokokken kommen in Frage.
- Viren: Grippeviren, das RS-Virus und SARS-CoV-2 können eine Lungenentzündung direkt verursachen oder den Weg für eine zusätzliche bakterielle Infektion bahnen.
- Pilze: Sie spielen vor allem bei stark geschwächtem Immunsystem eine Rolle, etwa nach einer Transplantation oder unter Chemotherapie.
- Verschlucktes Material: Gelangen immer wieder kleine Mengen Speichel oder Nahrungsreste unbemerkt in die Atemwege, kann daraus eine Aspirationspneumonie entstehen. Dieser schleichende Weg ist der häufigere. Das Verschlucken größerer Mengen Mageninhalt führt dagegen meist zu einer Reizung der Lunge und nur selten zu einer Lungenentzündung. Betroffen sind vor allem Menschen mit Schluckstörungen, etwa nach einem Schlaganfall, bei Parkinson, bei Demenz oder bei ALS.
Ob aus dem Kontakt mit einem Erreger eine Lungenentzündung wird, hängt stark von der Abwehrlage ab. Das Risiko steigt mit dem Alter, weil Immunsystem und Hustenreflex nachlassen. Ebenfalls anfälliger sind Menschen mit chronischen Vorerkrankungen der Lunge wie COPD, Lungenemphysem, chronischer Bronchitis, Lungenfibrose oder Mukoviszidose. Bei ihnen ist die Selbstreinigung der Atemwege gestört, Sekret bleibt länger liegen und Erreger finden bessere Bedingungen.
Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Herzschwäche, Diabetes mellitus, Nieren- und Lebererkrankungen, Alkoholabhängigkeit, Mangelernährung sowie Medikamente, die das Immunsystem dämpfen. Auch eine vorausgegangene Grippe oder COVID-19-Erkrankung erhöht das Risiko deutlich.
Symptome
Die klassische Lungenentzündung beginnt meist plötzlich. Typische Beschwerden sind:
- Hohes Fieber, oft mit Schüttelfrost
- Husten, anfangs trocken, später häufig mit gelblichem oder grünlichem Auswurf
- Atemnot und eine sichtbar beschleunigte, flache Atmung
- Schmerzen beim Atmen in der Brust, wenn das Rippenfell mitbeteiligt ist
- Starkes Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit
- Schneller Puls und Schwitzen
Bei schleichenden Verläufen steht ein anhaltender trockener Husten im Vordergrund, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen sowie mäßigem Fieber. Solche Verläufe werden leicht mit einer hartnäckigen Erkältung oder einer akuten Bronchitis verwechselt.
Besonders wichtig ist ein Punkt, der im Alltag oft übersehen wird: Bei älteren Menschen fehlt das Fieber häufig. Statt der typischen Zeichen zeigen sich dann Verwirrtheit, ungewohnte Schläfrigkeit, allgemeine Schwäche, Appetitverlust oder plötzliche Stürze. Auch eine schnelle Atmung ohne erkennbaren Anlass kann ein Hinweis sein. Wenn ein älterer Mensch innerhalb weniger Tage deutlich abbaut, gehört eine Lungenentzündung immer zu den Möglichkeiten, an die gedacht werden sollte.
Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung bemerken oft zuerst, dass sich ihre gewohnten Beschwerden verstärken. Der Sauerstoffbedarf steigt, die übliche Gehstrecke wird kürzer, der Husten verändert sich. Solche Veränderungen sind ein Grund für einen zeitnahen Arztbesuch, auch ohne Fieber.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Eine Lungenentzündung kann sich innerhalb weniger Stunden verschlechtern. Rufen Sie umgehend ärztliche Hilfe oder den Rettungsdienst unter 112, wenn eines dieser Zeichen auftritt:
- Atemnot in Ruhe oder eine deutlich beschleunigte Atmung
- Bläuliche Verfärbung von Lippen, Fingernägeln oder Haut
- Neu aufgetretene Verwirrtheit, Benommenheit oder schwere Schläfrigkeit
- Kreislaufschwäche mit niedrigem Blutdruck, Schwindel oder kaltem Schweiß
- Ein deutlicher Abfall der Sauerstoffsättigung, wenn Sie zu Hause messen
- Fieber, das trotz Behandlung nach zwei bis drei Tagen nicht zurückgeht
Warten Sie in diesen Fällen nicht ab. Je früher eine schwere Pneumonie behandelt wird, desto besser lässt sie sich beherrschen.
Diagnose
Am Anfang stehen das Gespräch und die körperliche Untersuchung. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fragt nach Beginn und Verlauf der Beschwerden, nach Vorerkrankungen, Medikamenten und danach, ob Sie zuletzt im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung waren. Beim Abhören der Lunge fallen häufig feuchte Rasselgeräusche oder ein abgeschwächtes Atemgeräusch über dem betroffenen Bereich auf.
Zur Sicherung der Diagnose kommen weitere Untersuchungen hinzu:
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs: Sie zeigt die entzündete Region als Verschattung und sichert damit die Diagnose. Ein unauffälliges erstes Bild schließt eine Lungenentzündung allerdings nicht aus. Gerade bei leichteren Verläufen zeigen sich die Veränderungen manchmal erst später. Bei unklaren Befunden kann eine Computertomografie folgen. Ist kurzfristig keine Röntgenaufnahme möglich, hilft eine Ultraschalluntersuchung des Brustkorbs weiter.
- Blutuntersuchung: Entzündungswerte wie CRP und Procalcitonin sowie die Zahl der weißen Blutkörperchen zeigen, wie stark der Körper reagiert. Sie werden meist zu Beginn und noch einmal nach einigen Tagen bestimmt. So lässt sich erkennen, ob die Behandlung anschlägt.
- Messung der Sauerstoffsättigung: Die Pulsoxymetrie am Finger zeigt schnell, ob die Sauerstoffversorgung eingeschränkt ist. Bei auffälligen Werten folgt eine Blutgasanalyse, die auch den Kohlendioxidgehalt erfasst.
- Erregernachweis: Aus Auswurf, Blut, einem Rachenabstrich oder dem Urin lassen sich Erreger bestimmen. Das ist vor allem bei schweren Verläufen, bei Klinikaufenthalt und bei Verdacht auf multiresistente Keime wichtig.
Ein weiterer Schritt ist die Einschätzung des Schweregrads. Dafür nutzen Ärztinnen und Ärzte einfache Kriterien wie Verwirrtheit, Atemfrequenz, Blutdruck und Alter. Daraus ergibt sich, ob eine Behandlung zu Hause möglich ist oder ob eine Aufnahme ins Krankenhaus sicherer wäre.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Auslöser, dem Schweregrad und Ihren Vorerkrankungen.
- Antibiotika sind die Grundlage der Therapie, wenn Bakterien die Ursache sind oder als Ursache wahrscheinlich gelten. Da der genaue Erreger anfangs meist nicht bekannt ist, wird zunächst ein Mittel gewählt, das die häufigsten Erreger abdeckt. Bei einer unkomplizierten ambulant erworbenen Pneumonie sind das oft Aminopenicilline wie Amoxicillin. Die Behandlung dauert dann in der Regel fünf Tage, bei schweren Verläufen sieben. Wann Sie das Medikament absetzen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest, denn Ihr Zustand soll vorher einige Tage stabil sein. Nehmen Sie es so lange ein, wie es verordnet wurde, und setzen Sie es nicht eigenständig ab, sobald es Ihnen besser geht.
- Gezielte Medikamente gegen Viren kommen in bestimmten Situationen hinzu, vor allem bei Grippe und frühem Behandlungsbeginn. Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Trotzdem erhalten Menschen mit einer Lungenentzündung auch bei nachgewiesener Grippe in der Regel zusätzlich ein Antibiotikum, weil sich eine begleitende bakterielle Infektion nicht ausschließen lässt. Setzen Sie ein verordnetes Antibiotikum deshalb nicht ab, nur weil ein Virus gefunden wurde.
- Sauerstoff wird gegeben, wenn die Sauerstoffsättigung im Blut zu niedrig ist. Das geschieht meist in der Klinik und wird laufend kontrolliert.
- Atemunterstützung kann bei schweren Verläufen nötig werden, wenn die eigene Atemarbeit nicht mehr ausreicht. Möglich sind eine Sauerstoffgabe über hohe Flussraten, eine nicht-invasive Beatmung oder, bei einem akuten Lungenversagen, eine intensivmedizinische Behandlung.
- Begleitende Maßnahmen unterstützen die Genesung: ausreichend trinken, Fieber senken und Schmerzen behandeln. Wichtig ist außerdem, nicht dauerhaft im Bett zu bleiben. Sobald Ihr Zustand es zulässt, gehört das Aufstehen zur Behandlung dazu, im Krankenhaus schon in den ersten Tagen. Atemübungen und Physiotherapie werden häufig ergänzend verordnet, um das Abhusten und das Durchatmen zu erleichtern. Bei chronischen Lungenerkrankungen wird die bestehende Therapie meist angepasst statt pausiert.
Behandeln Sie eine vermutete Lungenentzündung nicht in Eigenregie mit Restbeständen aus der Hausapotheke. Ein unpassend gewähltes oder zu kurz eingenommenes Antibiotikum verzögert die Genesung und fördert Resistenzen.
Verlauf, Folgen und Prognose
Bei ansonsten gesunden Menschen bessert sich eine unkomplizierte Lungenentzündung unter passender Behandlung meist innerhalb weniger Tage spürbar. Bis die gewohnte Belastbarkeit zurückkehrt, dauert es allerdings deutlich länger: meist mindestens vier Wochen, gelegentlich mehrere Monate. Ein trockener Reizhusten und ausgeprägte Erschöpfung können lange bestehen bleiben. Nach einem schweren Verlauf erreichen manche Menschen ihr früheres Niveau nicht mehr vollständig. Auch im Röntgenbild bilden sich die Veränderungen erst über Wochen bis Monate zurück. Eine Kontrollaufnahme ist deshalb nicht in jedem Fall nötig, das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Schwere Verläufe sind vor allem bei hohem Alter, bei Vorerkrankungen und bei spätem Behandlungsbeginn möglich. Zu den wichtigsten Komplikationen zählen eine Ansammlung von Flüssigkeit zwischen Lunge und Rippenfell, eine eitrige Einschmelzung im Lungengewebe, eine Blutvergiftung (Sepsis) und das akute Lungenversagen. Bei chronischen Lungenerkrankungen kann eine Pneumonie zusätzlich eine akute Verschlechterung der Grunderkrankung auslösen.
Für Menschen mit vorgeschädigter Lunge bleibt manchmal etwas zurück. Die Belastbarkeit erreicht nicht mehr das Niveau von vorher, oder es besteht vorübergehend ein Sauerstoffbedarf, der zuvor nicht da war. Ob dieser Bedarf dauerhaft bleibt, zeigt sich erst im Verlauf. Ob eine Sauerstoff-Langzeittherapie sinnvoll ist, entscheidet sich anhand wiederholter Messungen im stabilen Zustand, nicht in der akuten Phase.
Vorbeugung und Selbsthilfe
Vollständig verhindern lässt sich eine Lungenentzündung nicht. Das Risiko lässt sich aber deutlich senken.
- Impfungen prüfen lassen. Wenn Sie mit einer chronischen Lungenerkrankung leben, sind die Impfungen gegen Pneumokokken und gegen Grippe die beiden wichtigsten. Als Standardimpfung sind sie ab 60 Jahren empfohlen, bei chronischen Grunderkrankungen deutlich früher. Für COVID-19 und das RS-Virus liegen die Altersgrenzen höher, die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie regulär ab 75 Jahren. Welche Impfungen für Sie in Frage kommen und wann eine Auffrischung ansteht, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
- Nicht rauchen. Rauchen schädigt die Selbstreinigung der Atemwege. Ein Rauchstopp senkt das Risiko für Atemwegsinfekte messbar, auch nach vielen Rauchjahren.
- Grunderkrankung gut einstellen. Wer seine COPD, sein Asthma, seine Herzschwäche oder seinen Diabetes konsequent behandelt, ist im Infektfall stabiler.
- Mund- und Zahnpflege ernst nehmen. Eine gute Mundhygiene senkt die Keimlast im Rachen. Das ist besonders bei Schluckstörungen relevant, weil dann regelmäßig kleine Mengen Speichel in die Atemwege gelangen.
- In Bewegung bleiben. Regelmäßige, an Ihre Möglichkeiten angepasste Bewegung und Atemübungen halten die Lunge gut belüftet. Lungensportgruppen bieten dafür angeleitete Programme.
- Therapiegeräte sauber halten. Wenn Sie zu Hause ein Gerät zur Schlafapnoetherapie oder zur Beatmung nutzen, gehören Maske, Schlauch, Filter und Befeuchterkammer zu den Dingen, die regelmäßig gereinigt und nach Herstellerangaben getauscht werden. Verwenden Sie im Befeuchter täglich frisches Wasser und lassen Sie kein Restwasser über den Tag stehen, denn in stehendem Wasser siedeln sich Keime an, und das unmittelbar an Ihren Atemwegen. In der Sauerstofftherapie läuft die Versorgung meist über eine Nasenbrille ohne Befeuchtung. Hier sind es Nasenbrille und Schlauch, die regelmäßig gewechselt werden.
Nach einem Infekt lohnt sich ein prüfender Blick auf das Zubehör. Tauschen Sie Verbrauchsteile, die ohnehin fällig sind, und besprechen Sie mit Ihrem Versorger, ob etwas ersetzt werden sollte.
Häufige Fragen zur Lungenentzündung
Ist eine Lungenentzündung ansteckend?
Übertragbar sind die Erreger, nicht die Lungenentzündung selbst. Wer sich ansteckt, bekommt deshalb meist keine Pneumonie, sondern eine harmlosere Atemwegsinfektion oder gar keine Beschwerden. Trotzdem sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll: Abstand zu besonders gefährdeten Personen, Händehygiene und Husten in die Armbeuge. Wie lange jemand ansteckend bleibt, hängt vom Erreger ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Verlassen Sie sich deshalb nicht darauf, nach einem Tag Antibiotikabehandlung nicht mehr ansteckend zu sein. Bei Pneumokokken, dem häufigsten bakteriellen Auslöser, empfiehlt das Robert Koch-Institut, Gemeinschaftseinrichtungen bis zum Ausheilen der Erkrankung fernzubleiben.
Wie lange dauert es, bis ich wieder belastbar bin?
Das Fieber geht unter passender Behandlung oft nach wenigen Tagen zurück. Bis Sie sich wieder wie gewohnt belastbar fühlen, vergehen meist mindestens vier Wochen, gelegentlich auch mehrere Monate. Husten und Erschöpfung können lange anhalten. Bei höherem Alter oder chronischen Lungenerkrankungen dauert die Erholung länger, nach schweren Verläufen bleibt manchmal eine Einschränkung zurück. Steigern Sie Ihre Aktivität schrittweise und in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Muss ich mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus?
Nicht in jedem Fall. Viele Lungenentzündungen lassen sich zu Hause behandeln. Für eine stationäre Behandlung sprechen unter anderem höheres Alter, Verwirrtheit, eine stark beschleunigte Atmung, ein niedriger Blutdruck, ein zu niedriger Sauerstoffgehalt im Blut sowie schwere Begleiterkrankungen. Diese Einschätzung trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand der Untersuchungsbefunde.
Ich nutze ein CPAP- oder Beatmungsgerät. Soll ich es bei einer Lungenentzündung weiter verwenden?
Setzen Sie eine verordnete Therapie nicht eigenständig ab. In vielen Fällen wird sie fortgeführt, teils mit angepassten Einstellungen. Sprechen Sie die Situation zeitnah mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt ab, gerade wenn sich Atemnot oder Sauerstoffbedarf verändern. Achten Sie während des Infekts besonders sorgfältig auf die Reinigung von Maske, Schlauch und Befeuchter.
Schützt die Pneumokokken-Impfung vor jeder Lungenentzündung?
Nein. Sie richtet sich gegen Pneumokokken, den häufigsten bakteriellen Auslöser. Lungenentzündungen durch andere Bakterien, durch Viren oder durch verschlucktes Material verhindert sie nicht. Sie kann aber schwere Verläufe und Komplikationen durch Pneumokokken deutlich seltener machen. In Kombination mit der jährlichen Grippeimpfung ist der Schutzeffekt für Risikogruppen am größten.
Lungenentzündung bei chronischen Atemwegserkrankungen: Wann nova:med weiterhilft
Wer dauerhaft mit einer eingeschränkten Lungenfunktion lebt, spürt einen Atemwegsinfekt schneller und länger als andere. Nach einer schweren Lungenentzündung stellt sich manchmal die Frage, ob die Sauerstoffversorgung dauerhaft unterstützt werden muss oder ob die nächtliche Beatmung angepasst gehört. Diese Entscheidung trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand der Messwerte. nova:med begleitet Patientinnen und Patienten in der Sauerstoff-Langzeittherapie und in der NIV Beatmungs- und Schlafapnoetherapie, kümmert sich um Einweisung, Zubehör und regelmäßige Kontrolle der Geräte. Wenn Sie Fragen zur Hygiene Ihres Geräts, zu fälligen Verbrauchsteilen oder zur Versorgung nach einem Klinikaufenthalt haben, sind wir persönlich für Sie da.