Kurze Pausen im Schlaf klingen harmlos – aber wie viele davon gelten noch als unbedenklich?
Vereinfacht gesagt: Normal sind weniger als 10 Atemaussetzer pro Stunde. Werden mehr als 10 Ereignisse pro Stunde gemessen, spricht man definitionsgemäß von einem Schlafapnoe-Syndrom.
Gezählt werden dabei zwei Arten von Ereignissen: Apnoen (die Atmung setzt für mindestens 10 Sekunden aus) und Hypopnoen (die Atmung flacht deutlich ab, oft mit Sauerstoffabfall oder einer Weckreaktion des Körpers). Zusammengenommen ergeben sie einen Durchschnittswert pro Stunde – häufig als „Index der Atemaussetzer (AHI)“ bezeichnet.
Dieser Wert hilft Ärztinnen und Ärzten, die Situation einzuordnen und eine Therapie zu empfehlen.
Wichtig: Der Messwert schwankt von Nacht zu Nacht. Lage im Bett, Alkohol, Erkältungen oder eine verstopfte Nase können die Zahl der Aussetzer kurzfristig erhöhen. Deshalb zählt immer das Gesamtbild: Schnarchen, Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen am Morgen oder Konzentrationsprobleme sind zusätzliche Hinweise, dass Ihre Atmung im Schlaf nicht stabil ist.
Liegt Ihr Wert über 10 oder sind die Beschwerden deutlich, lohnt sich ein Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Moderne Therapien – etwa mit CPAP – stabilisieren die Atmung zuverlässig und verbessern Schlafqualität sowie Leistungsfähigkeit spürbar.