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Warum muss ich bei einer Zubehörbestellung eine Zuzahlung leisten?

Frau steht in einem hellen Wohnzimmer und liest nachdenklich einen Brief.KI-generiert

Aktualisiert am 24. September 20261 Min. Lesezeit

Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz schreibt vor, dass auf jedes Hilfsmittel eine Zuzahlung zu leisten ist. Die Höhe der Zuzahlung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen sind gesetzlich Versicherte verpflichtet, bei der Versorgung mit Hilfsmitteln eine Zuzahlung zu leisten. Diese Regelung ist im § 33 Absatz 8 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) festgelegt.

Höhe der Zuzahlung

Für Hilfsmittel, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, beträgt die Zuzahlung 10 % des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten des Hilfsmittels. Diese Regelung ist ebenfalls im § 33 Absatz 8 SGB V verankert.

Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln, wie beispielsweise Inkontinenzprodukte oder Filter für Beatmungsgeräte, beträgt die Zuzahlung ebenfalls 10 % des von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrags, jedoch höchstens 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf je Indikation. Auch diese Regelung findet sich im § 33 Absatz 8 SGB V.

Befreiung von der Zuzahlung

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind grundsätzlich von Zuzahlungen befreit. Für Erwachsene besteht die Möglichkeit einer Befreiung von der Zuzahlungspflicht, wenn die jährlichen Zuzahlungen eine bestimmte Belastungsgrenze überschreiten. Diese Grenze liegt bei 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt; für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt sie 1 %. Diese Regelungen sind im § 62 SGB V festgelegt.

Fazit

Die Zuzahlungspflicht bei der Versorgung mit Hilfsmitteln ist gesetzlich geregelt und dient der finanziellen Beteiligung der Versicherten an den Gesundheitskosten. Es ist wichtig, sich über die individuellen Zuzahlungspflichten und mögliche Befreiungen zu informieren, um finanzielle Belastungen zu minimieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

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